Zu Besuch auf Planet Erde

In diesem Buch von Karl Peter Paul Hinterlechner gehts unter anderem auch um die Künstlerin Enomis...sehr lesenswert...das Buchcover wurde von Enomis gestaltet (Bild: Mutter Erde)...die Geschichte des Buches ist zunächst sehr theoretisch (Wissenswertes über Planet Erde und Ihre Bewohner), doch dann plötzlich beginnt die wunderbare, sehr ergreifende, spannende Geschichte eines Außerirdischen auf der Erde, der sich schlussendlich am Unterberg wiederfindet....

Vorwort

Seit Tausenden von Jahren ist die Menschheit auf der Suche nach der Wahrheit. Aber was ist die Wahrheit und was ist Fiktion? Die Fiktion ist eine erfundene Fantasiegeschichte, die Wahrheit aber steht für die Übereinstimmung mit der Wirklichkeit bzw. für die Übereinstimmung von etwas Geschildertem mit dem Verstand. Viele Menschen glauben, dass sie die Wahrheit erkennen durch vernünftiges Denken, Beobachtungen, Erfahrungen und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen. Dem Verstand sollte man aber nicht so ohne Weiteres trauen, denn er bildet sein Urteil nur aus Schlussfolgerungen, wie ein Computer. Die richtige Wahrheit ist mit dem Herzen wahrnehmbar und man spürt, wenn etwas unwiderlegbar ist. Jeder muss sich selbst die Fragen über die Wahrheit stellen und in sich selbst die Antworten suchen. Dieses Buch ist als Roman deklariert, aber Sie werden gespannt sein, wie oft die Fiktion zur Wahrheit wird. Ich hoffe, Sie spüren die Wahrheit, die den Zeilen innewohnt und erzählen sie dann Ihren Freunden und Bekannten weiter. Dann tragen auch Sie dazu bei, dass die Wahrheit ans Licht kommt und die Menschheit schneller ein höheres Bewusstsein erlangen wird.

Aber jetzt viel Spaß bei der Geschichte.

 

Leseprobe: Kapitel 6

Ich fragte den alten Mann: „Wie heißt eigentlich dieser Berg da?“ „Das ist unser sagenumwobener Untersberg“, sagte er stolz. Da solle es Zeitanomalien, Höhlen mit Portalen und Ausgängen in andere Dimensionen geben. Angeblich waren sogar schon einmal mitten im Hochsommer erfrorene tibetanische Yaks gefunden worden! Seit Jahrhunderten gab es unzählige Sagen und Mythen im Zusammenhang mit diesem Berg. Und er erzählte mir gleich die Sage über die Goldzacken: 

Vor nicht allzu langer Zeit kam Sebastian Fletscher, vom Scheuerbauer zu Fager, auf den Untersberg und bemerkte unverhofft an einem Felsen lange Goldzacken herabhängen. Rasch griff er danach und wollte sich einige abbrechen, aber so sehr er sich auch anstrengte, es wollte ihm nicht gelingen. So ging er denn nach Hause, um ein Beil zu holen, vorher aber häufte er große Steine unter dem Fels zusammen, um die Stelle, wenn er wiederkam, sofort zu finden. Nach einem mühseligen Marsch mit dem Beil wiederkehrend, fand er wohl den Steinhaufen, von den Goldzacken entdeckten seine Augen keine Spur mehr. Ein Kobold hatte mit ihm sein Spiel getrieben. 

Dann erzählte der alte Mann mir noch von einem Kaiser Karl, der mit seiner Gefolgschaft im Berg sein solle, und dass sich, laut Sage, nicht weit von hier der Weinkeller dieses Kaisers befinde, gefüllt mit den köstlichsten Weinen aus aller Herren Länder. Durch viele Klüfte, auf fast unbegehbaren Wegen solle man in den Tiefen des Fürstenbrunnes zu ihm gelangen. Nach anderen Versionen, meinte der Alte, ist der Felsspalt nächst dem Fürstbrunnen Kaiser Karls Ohr. Ein Loch im Felsboden, dass ca. 25 Meter in die Tiefe gehe und angeblich von den Kelten als Orakelplatz benutzt worden sei, ähnlich dem Orakel von Delphi. 

Ich bedankte mich für die ausführlichen Informationen und für die nette Geschichte. Zum Abschied sagte er noch dass dieser Berg durch Energielinien mit mehreren Orten auf der Erde irgendwie verbunden sei, unter anderem mit dem Ayers Rock, mit dem Himalaya, mit den Pyramiden in Ägypten, Mexiko und noch einigen anderen mehr. 

Ich bedankte mich noch einmal, und wir verabschiedeten uns endgültig. Interessant, dachte ich, liebe Tante, da musste ich wohl irgendwie mit einer Energielinie durch das Raum-Zeit-Kontinuum von Asien nach Europa gerutscht sein. Diesen Untersberg würde ich mir genauer ansehen. Ich hatte so ein Gefühl, dass dieser Berg mit mir und meiner Aufgabe irgendwie im Zusammenhang stehe, vor allem aber, dass ich nicht zufällig hier gelandet sei. 

 

Die kleine Stadt in der Nähe des mystischen Berges heißt übrigens Salzburg. Dort gefiel es mir aus irgendeinem Grund sehr gut. Salzburg ist eine der schönsten Städte, die ich bis jetzt gesehen habe, liebe Tante. Viele wunderschöne Tempel; sie sagen Kirchen dazu. Herrlich überschaubar, man kann alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Es gibt faszinierende kleine Gassen, und ein klarer, grüner Fluss, der Salzach heißt, trennt die Stadt in zwei Teile. Ich fühlte mich sofort heimisch und habe mir nach ein paar Tagen im Hotel gleich eine Wohnung auf der rechten Altstadtseite in der Linzergasse besorgt. 

 

Ich hatte mir einen Auftrag auferlegt: Ich wollte herausfinden, welches Geheimnis dieser Untersberg birgt. Für die Wohnung habe ich mir das Nötigste, wie Bett, Sofa, Tisch, Stühle und Bücherregal, einfach materialisiert, und außerdem habe ich mir gleich sämtliche Lektüren, die es über diesen Berg gab, besorgt. 

 

Salzburg ist eine faszinierende Stadt, in den Gassen und Plätzen spielen meist Straßenmusikanten, und es gibt jährlich die Oster-, Pfingst- und Sommerfestspiele, zu denen die schönsten klassischen Konzerte, Opern und Operetten mit den weltbesten Orchestern und Dirigenten aufgeführt werden. 

Du weißt ja, liebe Tante, wie sehr ich klassische Musik liebe. Hier in dieser Stadt ist zufällig auch noch mein Lieblingskomponist Wolfgang Amadeus Mozart geboren! 

Es waren gerade die Osterfestspiele, und auf dem Festspielprogramm stand die Oper „Così fan Tutte“ von Mozart. Diese Oper wollte ich unbedingt sehen und mir um keinen Preis entgehen lassen. Aber es stellte sich heraus, dass alle Karten schon ein Jahr im Voraus ausverkauft waren. Materialisieren konnte ich mir die Opernkarten auch nicht, da ich nicht wusste, wie sie aussahen. Außerdem hätte es bei einer Materialisierung dann zwei Karten für ein und denselben Platz gegeben. Deshalb beschloss ich kurzerhand, mit einem Gedankensprung ein Jahr in die Vergangenheit zurückzuspringen und mir dort dann die Karten für die Oper einfach im Kartenbüro zu kaufen. Was ich dann auch gemacht habe. Bis zum Abend der Oper hatte ich noch einige Tage Zeit und ich begann meine Studien über die Mysterien des Untersbergs: 

Dieser Berg mit seiner unmittelbar aus der Ebene aufsteigenden mächtigen Gestalt und mit seinen vielen geheimnisvollen Höhlen ist zweifellos eine der markantesten Sagenlandschaften Europas, liebe Tante.

 Die Geschichten über diesem Berg berichten von Königen, Fürsten, Kaisern, Zwergen, Riesen, Rittern, Wildfrauen, Kobolden, Besuchen im Bergesinnern, Kristallpalästen, bombastischen Thronsälen, Goldfunden und vielem mehr. Die Sagen wurden von breiten Volksschichten aufgenommen und über die Jahrhunderte weitergetragen. 

Eine der zentralen Geschichten handelt vom Kaiser Karl dem Großen (aber auch von Barbarossa und Friedrich dem Zweiten), der mit seinen Getreuen, wie Ritter und Zwerge, seit mehr als tausend Jahren im Berg in einem unterirdischen Thronsaal schläft. Wenn sein Bart drei Mal um den Marmortisch gewachsen ist und die Raben nicht mehr um den Gipfel kreisen, dann erwacht der Kaiser und schlägt im Walserfeld die letzte Schlacht zwischen Gut und Böse. Nach dem Sieg hängt der Kaiser sein Schild an den Birnbaum am Walserfeld und das Goldene Zeitalter ohne Hunger, Krankheit und Tod wird anbrechen! 

Eine interessante Geschichte, liebe Tante, die werde ich sicher weiterverfolgen! 

 

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